Kindertagespflege Blümchen
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Sprachliche Förderung

Drei Faktoren dürften eine entscheidende Rolle spielen, um den Spracherwerb in Gang zu setzen und in Gang zu halten: 

  • Das Kind versucht über die Kommunikation die enge und intensive Bindung an die Person die es betreut, zu erneuern und zu bestätigen.
  • Die Betreuer bieten ihm durch ihr Verhalten stets genau die Anregung, die das Kind auf dem jeweiligen Stand seiner Entwicklung braucht.
  • Das Kind seinerseits versteht es bereits, sich auf seine Weise mitzuteilen und sich in die Kommunikationsspiele einzufügen.

Stufen des Spracherwerbs

Während ich als Betreuerin mein Verhalten ständig von Sprachäußerungen begleite, äußert sich das Kind zunächst nonverbal über seinen körperlichen und stimmlichen Ausdruck. Es lernt sich mitzuteilen und darüber seine Beziehungsfähigkeit auszubauen, längst ehe es das erste Wort spricht.

Um mit Hilfe der Sprache zu kommunizieren, müssen aber dann in mehreren Stufen die Voraussetzungen sprachlicher Verständigung erworben werden: 

  • Es muss erstens eine rhythmisch-melodische Artikulation ausgebildet werden, die erlaubt, die sprachlichen Laute zu unterscheiden und zu gliedern.
  • Zweitens muss das Dialogspiel in seinen wichtigsten Regeln beherrscht werden, um eine geordnete Folge von Zuhören und Äußern zu sichern
  • Drittens muss erkannt werden, dass sprachliche Laute Bedeutung tragen und damit Handlungen und Gegenstände bezeichnet werden.
  • Schließlich müssen Wörter zu ganzen Sätzen verbunden und die dafür gültigen Regeln beherrscht werden.

Dies erreiche ich durch Singen und Fingerspiele. Aber am Meisten durch das viele Sprechen mit den Kindern. Sind die Kinder nach der Eingewöhnung gut in der Gruppe angekommen, verschwindet auch recht schnell der Schnuller während der Betreuungszeit. Er wird dann nur noch zum Schlafen gegeben. Die Kinder kommen sehr gut damit zurecht - und.....ständig den Schnuller im Mund zu haben, fördert den Spracherwerb nicht!                    

Dabei achte ich auf:

  • Die Klangfärbung meiner Stimme, in der sich vor allem die Gefühle zur geäußerten Botschaft ausdrücken
  • Die Mimik, die gleichfalls die sprachliche Aussage kommentiert, sie bestätigt oder abschwächt
  • Die Geste, die sich in einer symbolischen Bildsprache ausdrückt
  • Über die Körperhaltung und den Abstand zum „Gesprächspartner“

 Auch hier zeigt sich, dass jedes Kind sein eigenes Tempo hat. Man kann nichts erzwingen.